Das weltweite Netz
Durch das Internet sind Millionen von Geräten miteinander verbunden.
Manche der Geräte sind Server. Sie warten auf Anfragen von anderen Geräten.
Webseiten kommen von speziellen Servern. Man nennt sie Webserver.
Geräte wie dein eigenes stellen Anfragen, ohne selbst welche zu beantworten.
Das Fenster ins Netz
Eine App, die Webseiten besuchen kann, heißt Browser.
Wenn du eine Webseite aufrufst, schickt dein Browser eine Anfrage an einen Webserver.
Der Webserver schickt deinem Browser dann die gewünschte Webseite.
Internet-Adressen beginnen mit https:// (verschlüsselt) oder http:// (unverschlüsselt). Das ist das sogenannte Protokoll. Der Browser ergänzt es automatisch.
In der Adresszeile deines Browsers siehst du, mit welchem Server er gerade Daten austauscht.
Das Netz schaut zurück
Dein eigenes Gerät hat auch eine Adresse im Internet. Sie heißt IP-Adresse.
Das ist eine Nummer, die du von deinem Internetanbieter bekommst.
Jeder Server, dem du eine Anfrage sendest, kann durch die IP-Adresse sehen:
- in welcher Stadt du dich befindest
- und wer dein Internetanbieter ist.
Nur der Internetanbieter weiß, welcher Anschluss welche IP-Adresse hat.
Korrekturhinweis: In einer früheren Version dieses Bildes waren die IPv6-Adressen falsch gekürzt. Jetzt sind sie richtig.
Cookies und Werbung
Viele Webseiten speichern Cookies in deinem Browser.
Ein Cookie ist ein kleiner Textcode. Dein Browser sendet ihn bei jedem Besuch der Webseite zurück, um sich zu identifizieren.
So kann der Server dein Gerät wiedererkennen, auch wenn deine IP-Adresse sich geändert hat.
Werbefirmen verwenden Cookies, um zu verfolgen, wer welche Webseiten besucht.
Datenschutz im Browser
Der Browser kann sich viele weitere Informationen merken:
- Besuchte Webseiten
- Suchbegriffe
- Formulardaten
- Passwörter
Manche Browser speichern diese Daten in einem Cloud-Konto, zum Beispiel bei Google, Apple oder Microsoft.
In den Browser-Einstellungen kannst du dir aussuchen, welche Daten der Browser speichert.
Suchmaschinen
Wenn du in einer Suchleiste beliebige Suchbegriffe eingibst, ruft dein Browser eine Suchmaschine auf.
Das ist eine Webseite, die dir hilft, andere Webseiten zu finden.
Die Suchmaschine zeigt dir eine Liste von Ergebnissen, die zu deiner Suche passen.
Viele Suchmaschinen zeigen dir auch eine KI-Antwort oder Werbung.
Die Suchmaschine bestimmt, in welcher Reihenfolge sie die Ergebnisse anzeigt.
Die Betreiber großer Webseiten geben häufig viel Geld aus, um in den Suchergebnissen oben zu stehen.
Viele Suchmaschinen personalisieren die Suchergebnisse.
Das heißt: Sie passen die Liste an deine Gewohnheiten und Interessen an.
Internet-Adressen
In der Adresszeile eines Browsers steht die Adresse der gezeigten Webseite.
Statt eine Suchmaschine zu benutzen, kannst du Adressen auch direkt eingeben.
Übrigens: Ein Link ist ein Bild oder Text, den du anklicken kannst, damit dein Browser an eine andere Adresse springt.
Adressen können mehrere Bestandteile haben. Nicht jede Adresse hat alle davon:
| shop. | computerkaetzchen.de | /de/computerkaetzchen |
| Subdomain | Domain | Pfad |
Domain:
Das ist der zentrale Teil der Adresse.
Der Betreiber einer Webseite muss die Domain mit seinem Namen registrieren und Geld dafür bezahlen.
Subdomain:
Wer eine Domain besitzt, kann beliebig viele Subdomains anlegen. Die Namen der Subdomains sind frei wählbar.
Pfad:
Der Pfad beschreibt einen Ort auf dem Server. Hier stehen Dateien und Ordner.
Adressen überprüfen
Unerwünschte Nachrichten enthalten oft bösartige Links zu gefälschten Webseiten.
Sie kopieren das Aussehen einer anderen Webseite, um Besucher auszutricksen.
Wenn du überprüfen möchtest, ob eine Internet-Adresse vertrauenswürdig ist, ist die Domain am wichtigsten.
Alle anderen Bestandteile sind nämlich völlig frei wählbar.
Weiterleitungen
Manche Webseiten leiten deinen Browser an eine ganz andere Adresse weiter.
Mit Weiterleitungen kann man lange Links abkürzen oder Klicks zählen.
Weiterleitungen können allerdings auch ein Sicherheitsrisiko sein:
Du kannst nicht sehen, ob das Ziel eine vertrauenswürdige Webseite ist – oder eine bösartige!
QR-Codes
Ein QR-Code stellt Buchstaben oder Zahlen so dar, dass sie von einer Kamera gescannt werden können.
Oft enthalten QR-Codes einen Link. Diesen Link kannst du dir ansehen, bevor du ihn aufrufst.
Du kannst jede Internet-Adresse in einen QR-Code umwandeln.
Einige QR-Code-Dienste erzeugen stattdessen eine Weiterleitung.
So wird der QR-Code besonders klein und der Betreiber kann die Aufrufe zählen.
Über diese Ausgabe
Text und Illustration: Lian Herzberg
Kontakt: miau@computerkaetzchen.de
Infos und Shop: www.computerkaetzchen.de
Für diese Ausgabe hat das Computerkätzchen:
- eigene Erfahrung mit dem Betrieb von Webservern einfließen lassen
- viele bösartige Links untersucht
- mit anderen Computer-Profis geredet
Worträtsel
- Findet Webseiten für dich
- Passt Webseiten an dein Gerät an und zeigt sie dir
- Herzstück einer Internet-Adresse
- Auf einen Link kann man…
- Jedes Gerät im Internet muss eine haben
- Läuft Tag und Nacht, damit du jederzeit Webseiten angucken kannst
Spezial-Wort: Damit erkennt eine Webseite dich wieder